Warum wir Nachhaltigkeit nicht als Siegel verstehen, das man sich aufklebt, sondern als Art, wie wir jeden Tag miteinander arbeiten.
Nachhaltigkeit fängt bei uns nicht beim Material an, sondern bei der Haltung. Und Arbeit, davon sind wir überzeugt, darf sich gut anfühlen.
Es gibt zwei Arten, über Nachhaltigkeit zu sprechen. Die eine zählt Kennzahlen, kauft Zertifikate und kompensiert am Jahresende, was übrig bleibt. Die andere fängt eine Ebene früher an – bei der Frage, wie Menschen zusammenarbeiten, entscheiden und miteinander umgehen. Wir haben uns für die zweite entschieden. Nicht, weil sie sich besser vermarkten lässt, sondern weil sie das Fundament ist, auf dem alles andere steht.
Denn eine Kultur, die auf Verschleiß setzt – bei Menschen, bei Beziehungen, bei Ressourcen –, kann nicht nachhaltig sein, egal wie grün ihre Bilanz aussieht. Umgekehrt beginnt echte Langlebigkeit bei der Art, wie man den Alltag baut. Das Folgende ist kein Leitbild fürs Schaufenster. Es ist die Beschreibung, wie wir tatsächlich arbeiten.
remote aus überzeugung, nicht aus not
Unser Team arbeitet vollständig remote. Wer möchte, kann zu hundert Prozent im Homeoffice sitzen – und das ist kein Kompromiss, den wir eingehen mussten, sondern eine bewusste Entscheidung. Wir glauben, dass Flexibilität und Vertrauen bessere Ergebnisse hervorbringen und zufriedenere Menschen. Wer den Morgen lieber mit Kaffee in Hausschuhen beginnt als im Berufsverkehr, soll das tun. Wer unterwegs sein will, nimmt sein Office einfach mit.
Remote heißt bei uns ausdrücklich nicht isoliert. Es heißt verbunden, auf Augenhöhe, mit allen Werkzeugen, die man braucht. Wir nutzen digitale Strukturen, die Nähe schaffen, auch wenn Hunderte Kilometer dazwischenliegen. Niemand muss seinen Wohnort mit dem Job abstimmen; es gibt keine festen Standorte, an denen Präsenz erwartet wird. Verändert sich dein Leben – ein neuer Abschnitt, eine andere Stadt –, ziehen wir mit.
Was zählt, ist dein Beitrag – nicht deine Postleitzahl.
Das schafft Freiheit und, was oft übersehen wird, Verlässlichkeit. Unsere Arbeit ist so strukturiert, dass sie sich dem Lebensrhythmus der Menschen anpasst, nicht umgekehrt. Freiheit und Stabilität sind für uns keine Gegensätze, sondern zwei Seiten derselben Entscheidung.
haltung, dann handlung
Nachhaltigkeit beginnt für uns nicht beim CO₂-Fußabdruck, sondern eine Stufe davor: bei der inneren Haltung. Wie man denkt, spricht, entscheidet. Wir sind überzeugt, dass echte Veränderung nicht durch Vorgaben entsteht, sondern durch Überzeugung – und fördern deshalb eine Kultur, in der alle mitdenken dürfen und mitgestalten sollen.
Ideen können bei uns aus jeder Ecke kommen. Sie werden gehört, diskutiert und, wenn sie tragen, ausprobiert. Verantwortung verstehen wir nicht als Last, sondern als Vertrauensbeweis. Denn nachhaltige Unternehmen entstehen nicht durch Regelwerke, sondern durch Menschen, die Haltung zeigen. Regeln kann man umgehen; eine Überzeugung trägt man mit.
weniger meetings, mehr substanz
Zeit ist die eine Ressource, die sich nicht recyceln lässt – und das gilt für jede einzelne Person im Team. Deshalb setzen wir bei Meetings auf Qualität statt Quantität. Was sich per Chat oder kurzer Notiz klären lässt, braucht keinen einstündigen Video-Call. Und wenn ein Meeting wirklich nötig ist, dann mit klarer Agenda, definierter Dauer und nur den Menschen, die tatsächlich gebraucht werden.
Leere Gesprächsschleifen sparen wir uns. Was bleibt, ist Austausch mit Substanz – und mehr Raum für das, was zählt: gute Ideen und ihre Umsetzung. Ein voller Kalender ist kein Beweis für Produktivität. Oft ist er das Gegenteil.
technik mit vergangenheit
Nachhaltigkeit zeigt sich auch im Umgang mit Technik. Bei uns landet nicht jedes Jahr neue Hardware auf dem Tisch. Stattdessen setzen wir auf sorgfältig gewartete, gebrauchte Geräte, die noch viele Einsätze vor sich haben. Unsere Macs sind vielleicht nicht aus dem neuesten Jahrgang – aber sie laufen stabil, effizient und passen zu unserer Haltung.
Und wenn wir doch etwas aussortieren, dann nicht in die Tonne, sondern in gute Hände. Gemeinnützige Organisationen und soziale Projekte freuen sich über funktionierende Technik, und wir freuen uns, wenn etwas weiterwirkt, statt zu Elektroschrott zu werden. Der nachhaltigste Rechner ist der, den man nicht neu kaufen muss.
menschen, keine arbeitskräfte
Bei Sixrooms arbeiten keine Ressourcen, sondern Menschen. Und Menschen haben ein Leben, mit allem, was dazugehört. Wir glauben, dass Wertschätzung, Fairness und Balance die Basis für gute Arbeit sind – nicht das nette Extra danach. Deshalb gibt es bei uns keine unbezahlten Überstunden, sondern echte Anerkennung. Keine Selbstausbeutung, sondern Raum für Pausen.
Wir achten aufeinander, wir reden miteinander, und wir halten zusammen. Weil wir wissen: Die beste Software bringt nichts, wenn das Team dahinter ausbrennt. Nachhaltigkeit heißt für uns eben auch, gesunde Arbeitsbedingungen zu schaffen, die bleiben dürfen. Ein Team, das man verheizt, ist die unökologischste Ressourcenverschwendung überhaupt.
longevity – wir glauben an das, was bleibt
In einer Welt, die permanent auf neu, schneller, mehr drückt, gehen wir bewusst einen anderen Weg. Wir glauben an Longevity: an Prozesse, Systeme und Beziehungen, die lange halten, weil sie gut gemacht sind, gepflegt werden und Bedeutung haben. „Built to Last“ ist bei uns kein Marketingspruch, sondern Grundhaltung – ein Begriff, den die Managementforscher Jim Collins und Jerry Porras für Unternehmen geprägt haben, die ihren Kern bewahren und sich zugleich immer wieder erneuern.
Wir entwickeln Strukturen, die langlebig sind – technisch wie menschlich. Unsere Tools, unsere Kommunikation, unsere interne Organisation sind darauf ausgelegt, auch morgen noch zu funktionieren und übermorgen erst recht. Wir arbeiten mit digitalen Systemen, die mitwachsen statt zu veralten; unsere Kommunikationswege sind durchdacht und wiederverwendbar, unsere Projektstrukturen flexibel und stabil zugleich. Das spart Zeit, Ressourcen und Kopfzerbrechen – jeden Tag.
Longevity heißt für uns: bewusstes Design trifft menschliche Verbindung. Beides zusammen hält länger als jeder Trend.
Diese Langlebigkeit gilt vor allem für Beziehungen. Wir bauen auf Zusammenarbeit, die wächst, auf Vertrauen, das bleibt, und auf Verbindungen, die echte Entwicklung ermöglichen – ohne ständige Wechsel, ohne Show-off. Viele unserer Kundinnen und Kunden begleiten uns seit Jahren, manche seit dem ersten Tag. Auch unser Team ist kein Kommen und Gehen, sondern ein echtes Miteinander.
Das ist nicht nur schön, sondern im Wortsinn nachhaltig: Wissen bleibt im Haus, Vertrauen wächst mit, Zusammenarbeit wird einfacher und besser. Am Ende ist das unsere Überzeugung – dass Nachhaltigkeit keine Abteilung ist und kein Siegel, sondern eine Entscheidung, die man jeden Tag aufs Neue trifft. Bei der Arbeit, im Umgang, in den Beziehungen. Wir haben sie getroffen.
Quellenverzeichnis
- 01Sixrooms GmbH: Interne Grundsätze zu Remote Work, fairer Vergütung und Team-Wellbeing (keine unbezahlten Überstunden, Raum für Pausen).
- 02Collins, J. & Porras, J. I. (1994/2002): „Built to Last: Successful Habits of Visionary Companies“, HarperBusiness – Ursprung des Longevity-Gedankens.
- 03Sixrooms-Praxis: Reuse-IT-Konzept – gewartete Gebrauchtgeräte, Spende funktionsfähiger Hardware an gemeinnützige Projekte.
- 04Sixrooms-Praxis: Meeting-Prinzip „so wenig wie möglich, so schlau wie nötig“ – klare Agenda, definierte Dauer, nur nötige Teilnehmende.
- 05Sixrooms-Prinzip: Standortunabhängiges Arbeiten – Beitrag vor Präsenz, Anpassung der Arbeit an den Lebensrhythmus.
- 06Sixrooms-Prinzip: Langfristige Kunden- und Teambeziehungen als Basis für erhaltenes Wissen und wachsendes Vertrauen.
- 07Leitgedanke: „Longevity = Conscious Design + Human Connection“.